Punkig, sperrig und lustvoll

Special | Peter Badowien | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Die Off-Bühnen Wiens werden mit ihren Produktionen immer ambitionierter: über die Möglichkeiten von radikalem Theater - und die Stärken von Off-Theater in der gesamten Theaterszene

Was ist der größte Unterschied zwischen Off-Theater und städtischen oder staatlichen Bühnen? "Wir können subjektive Positionen einnehmen“, sagt die Wiener Theatermacherin Anna Maria Krassnigg vom Salon5. "Wir müssen keinen Gemischtwarenladen für unsere Abonnenten anbieten. Deshalb haben wir die Möglichkeit, ein radikales, sorgfältiges, unangepasstes Theater zu machen.“

Theater für ein Publikum mit neuen Erwartungen

Was Anna Maria Krassnigg vorschwebt und was sie seit fünf Jahren immer wieder auf die Bühne im Salon5 und anderswo bringt, ist weniger "gefällig“, ist kein Theater, das sich "gut verkauft“, entspricht nicht den Erwartungen einer bildungsbürgerlichen Stammklientel: "Mich interessiert Theater, das schmerzhaft und sperrig ist, das mir etwas eröffnet, was ich vorher noch nicht gesehen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige