So klingt die Gegenwart

Special | Thomas Askan Vierich | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Moderne Opern, neue Musikformen, aber auch Musicals - die freie Musiktheaterszene in Wien behauptet sich neben Staatsoper, Volksoper und dem Theater an der Wien und setzt neue musikalische Impulse in der Stadt

Stellen Sie sich vor: In der Aufführung eines zeitgenössischen Musikdramas sitzt ein indischer Einwanderer mit seinem zwölfjährigen Sohn und beider Augen leuchten. Am nächsten Tag gehen sie gleich noch in eine andere moderne Operninszenierung. So geschehen bei den Rotterdam Operadagen, die der Wiener Komponist und Regisseur Thomas Desi gerade besucht hat.

In Rotterdam gibt es kein Opernhaus. Dafür die Festspiele für zeitgenössisches Musiktheater, die Intendant Guy Coolen "Operntage“ nennt, obwohl er gar keine Opern im klassischen Sinn aufführt. "Ich habe ihn gefragt, warum er sein Festival trotzdem so nennt“, erzählt Desi. Coolens Antwort: Weil sein Publikum das unter Oper versteht, was er ihnen jedes Jahr anbietet: rund 40 zeitgenössische Musiktheaterstücke in drei


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