Kleine Bühnen, großes Theater

Matthias Köb, Anna Radl und Peter Badowien | Special | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Masken, Puppen und Spielräume für freie Gruppen: Die Stadt Wien fördert die Vielfalt der Wiener Theaterszene

Gemeinhin spielt die Mimik im Theater eine bedeutende Rolle. Nicht so bei Scaramouche. Hier wird mit alten Theatermustern gebrochen. Denn auch auf Sprache wird verzichtet. Stimmen und Gesichter der SchauspielerInnen bleiben hinter überlebensgroßen Masken verborgen.

Berührendes Theater ohne Worte

Im Stück "Amour Fou“ werden drei im Alltagstrott gefangene Beamte mit der Ankunft einer jungen Kollegin konfrontiert. Jahrelange Routinen werden aufgebrochen und durch hoffnungslose Schwärmereien ersetzt. Das Publikum folgt den tollpatschigen Annäherungsversuchen der Figuren und bekommt auch ohne Worte einen tiefen Einblick in deren Charaktere.

"Der Inhalt des nonverbalen Spiels wird über das subjektive Erleben wahrgenommen“, erklärt Autor und Regisseur Martin Schwanda. Sprachbarrieren gebe es dadurch keine: "Mich begeistert es, wenn Kunst etwas ist, das verbindet und nicht spaltet.“

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