Kritik

Der Maler, der sich zu gut war

Lexikon | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Manche zählen Carl Schuch zu den bedeutendsten Malern des späten 19. Jahrhunderts. Da er allerdings aufgrund seines ausgeprägten Perfektionismus seine Malerei nicht öffentlich präsentieren wollte, blieb er zu Lebzeiten vorwiegend nur in Malerkreisen bekannt. Belvedere-Kurator Stephan Koja stellt seine Stillleben und Landschaftsgemälde zu Recht auf eine Stufe mit Edouard Manet. Mit mehr als 100 Werken Carl Schuchs sowie berühmter Vorbilder und Zeitgenossen wie Cézanne oder Delacroix veranschaulicht "Carl Schuch. Ein europäischer Maler“ die Suche des gebildeten Kosmopoliten nach einer eigenen Bildsprache. Sein selbst auferlegtes Lernprogramm in den Museen und Sammlungen Europas führte ihn vom Stillleben über die Architektur zur Landschaftsmalerei. MD

Belvedere, bis 14.10.


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