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Touristen als Menü: "Chernobyl Diaries“

Lexikon | Drehli Robnik | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Der Film "Chernobyl Diaries“ entstammt der Produktion und Feder von Oren Peli, Mastermind der "Paranormal Activity“-Fake-Doku-Horror-Erfolgstrilogie; ergo verheißt der Titel einen weiteren "Tagebuchfilm“. Doch statt Wackelbild und Rauschton gibt’s linearen Spielfilmgrusel, der aus Bauten, Atmo und Monsterandeutungen einiges herausholt. Auch die Darsteller sind besser, als nötig wäre. 90 Minuten lang wird nach Regeln und Kräften agiert, wie beim Fußball. Der liegt hier so fern nicht: Es geht um junge Amis in der Ukraine, Extremtourismus in der Geisterstadt beim Reaktor Tschernobyl (gedreht in Ungarn und Serbien). Der Geigerzähler ist Schiedsrichter, grobe Fouls häufen sich, bis ein Final Girl auf dem Platz bleibt. Ruinenreiz, Dunkelpanik, Staatsmacht im Schutzanzug, alles ist da, wie es sein soll. So beruhigend kann Horror sein.

Derzeit in den Kinos (OF im Artis)


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