Das Licht im wunden Körper

Essay: Elfi Oberhuber | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Die Trance ist für den Tänzer eine schmerzhafte Reise ans Limit seiner Kräfte - und zum Licht

Der Körper ist ein Wunder. Ein wunder Körper. Die Wunde kommt vom Geist.

Wenn die Zeit keinen Körper mehr hat, sie sich im Schwindel dreht, wenn der ganze Raum fliegt: Das ist Trance. Oder ein Traum. Von da gelangt der Künstler in einen Bewusstseinszustand höchster Konzentration, in den Fokus seines Themas. Erreicht ein Tanzkünstler über die Transgression die spirituelle Dimension, indem er über seine physischen Grenzen hinaus wächst, greift der Traum, das Abnormale, um sich. Der Mensch überwindet seine Gewohnheiten, Ängste, seine Vorurteile, zugunsten einer erweiterten Erkenntnis.

Bei religiös-spirituellen Tänzern wirkt der Traum schon unmittelbar von ihrer "fantasievoll“ fremden Herkunft her. Da müssen sie nicht einmal einschlägig sein wie Ko Murobushi, die japanische Ikone des Butoh, worin sich der Körper mit buddhistischer Tiefe und Kraft in andere Formen und Substanzen verwandelt;


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