Hallo, ist da jemand?

Politik | Recherche: Barbara Tóth | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Eine Wiener Schule verweigerte einem Mädchen mit Hörgerät das Aufnahmegespräch. Alles nur ein Missverständnis, heißt es jetzt

Reginas Hörgerät ist federleicht und quietschbunt. Wenn die Fünfjährige in der Früh aufsteht, ist der Griff zu den beiden bananenförmigen Plastikteilen so selbstverständlich wie für andere der zur Zahnbürste. Ohne die Geräte kann Regina manche Geräusche nicht wahrnehmen.

Schwerhörig zu sein gehört seit der Geburt zu ihrem Leben; genauso wie die Besuche beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt und beim Akustiker und das Training mit der Logopädin, um "s“, "g“, "t“ und "k“ besser hinzukriegen. Aber ansonsten lebt Regina ein ganz normales Leben. Sie besucht einen Kindergarten in ihrem Wohnbezirk Ottakring, hat eine beste Freundin und freut sich darauf, bald in die richtige Schule zu gehen. In die für die Großen.

Die richtige Schule. Reginas Mutter, Sabine W., glaubte sie in der Volksschule in der Pfeilgasse in der Wiener Josefstadt gefunden zu haben. Viele


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