Das selbsternannte Gesicht des Austro-Islams

Politik | Rezension: Thomas Schmidinger | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Anerkennung des Islams in Österreich ist eine Biografie des Religionsfunktionärs Anas Schakfeh erschienen

Bereits der Titel macht deutlich, woher der Wind weht: "Anas Schakfeh. Das österreichische Gesicht des Islams“. Hier hat kein Politikwissenschaftler eine kritische Würdigung geschrieben, sondern ein Gefolgsmann eine Hagiografie über den ehemaligen Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ).

Farid Hafez, der sonst vor allem als Herausgeber des Jahrbuchs für Islamophobieforschung und als Lehrbeauftragter an der Islamischen Religionspädagogischen Akademie tätig ist, will mit seinem Werk klar Partei ergreifen.

Dafür muss der Politologe die Schrammen auswetzen, die aufgrund der Selbstherrlichkeit und Kritikunfähigkeit des 1964 aus Syrien nach Österreich gekommenen Religionsfunktionärs Schakfeh entstanden sind. Hafez bestreitet zwar explizit, eine "glorifizierende Lobhudelei“ verfasst zu haben, kann jedoch trotz der ausführlichen Behandlung


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