Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Der Bahnhofskomplex Wien-Mitte saugt acht Wiener Finanzämter auf

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Presslufthämmer rattern hinterm Absperrgitter, an jeder Ecke Kräne, zwei Arbeiter ölen einen Hubstapler - seit 2007 herrscht am Bahnhof Wien-Mitte Baustellenstimmung. Wenn der Gebäudekomplex fertiggestellt ist - und das soll noch in diesem Jahr passieren -, wird das fast ganz Wien zu spüren bekommen.

Denn über dem Bahnhof entsteht ein Finanzzentrum, das acht Finanzämter der Stadt aufsaugt. Mit Ausnahme des Amts in Kagran, das für die Bezirke 20 bis 22 zuständig ist, wird jedes weitere Finanzamt geschlossen. 1800 Beamte müssen in den kommenden Monaten nach Wien-Mitte übersiedeln. Für die Wiener bedeutet die Schließung der Ämter: längere Wege. Für die Finanzbeamten bedeutet es: weniger Platz. Statt auf bisher 65.000 Quadratmetern müssen sie künftig auf 35.000 zusammenrücken. Das Finanzministerium lobt hingegen die gute öffentliche Anbindung und die Kostenersparnis. Letztere wird von FPÖ und Grünen stark angezweifelt.


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