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Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

IT-Kolumne

Ein paar Dinge sind im Netz wirklich gefährlich. So sollte man nie Anhänge von E-Mails öffnen, die einem "sexy pics“ versprechen. Außerdem ist es ratsam, Ironie und Sarkasmus nur vorsichtig einzusetzen. Schon im Offline-Leben haben viele Menschen keinen Sinn für Humor. In der geschriebenen Sprache wird das Ganze noch komplizierter. Da gibt es keine Mimik, Gestik oder Tonlage, um Emotionen verständlich zu machen.

Als Notlösung verwenden viele Menschen online Emoticons. Der Zwinker-Smiley ;-) signalisiert, dass man etwas nicht ganz ernst nimmt. Andere Leute wiederum markieren die Ironie in ihren Beiträgen, indem sie zu Beginn und zum Schluss schreiben. Ich finde das ziemlich peinlich. Da wird die Ironie mit dem Holzhammer totgeprügelt. Entweder man ist eloquent genug, um subtilen Humor zwischen den Zeilen auszudrücken. Oder, sorry, man hat das mit der Ironie nicht so ganz verstanden.


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