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Ein letztes Lebenszeichen des guten alten Laptops

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Im Tablet-Zeitalter verlieren normale Laptops jeglichen Sex-Appeal. Das muss man so sagen - höhere Leistungsfähigkeit hin oder her. Und jetzt kommt noch Microsoft mit seinem Tablet "Surface“, das gar eine clevere Sensortastatur integriert hat.

Die Laptophersteller müssen sich also etwas Neues einfallen lassen, um auf die Dauer mithalten zu können. Das leuchtende Beispiel ist Apples neues MacBook Pro mit seinem superscharfen Retina-Display. So kann es natürlich gehen, aber das ist eben wieder einmal der Apple-Effekt.

Die anderen Hersteller sind weniger kreativ. Sicher, es gibt die neue Kategorie der "Ultrabooks“. Das sind flache, leichte Laptops, die schnell starten. Da gibt es etwa das HP Folio 13, ein sehr ordentliches Ultrabook für Geschäftsleute - mit der Profiversion von Windows 7, Zugangssicherung und Datenverschlüsselung (ca. 1000 Euro). Da ist das Lenovo IdeaPad mit einer schnellen 250-Gigabyte-Solid-State-Platte (ca. 1400 Euro) oder das Dell XPS13, mit 218 GB gut bestückt und sehr handlich (1500 Euro).

Lauter leistungsfähige, empfehlenswerte Geräte - aber ohne besonderen Witz. Ein Ausreißer ist das HP Envy Spectre 14 (1400 Euro). Dieses Ultrabook richtet sich speziell an Musikfreunde. Es bietet zwei gute Stereolautsprecher, Software zur Klangverbesserung und "KleerNet“, seine Lösung für die drahtlose Musikübertragung im Heimnetz. Per NFC-Chip kann es sogar mit einem Android-Smartphone kommunizieren.

Das ist doch ein Ansatz, den guten alten Laptop aufzupolieren - bevor er verschwindet wie der klassische PC.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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