Elegant im Stil, empathisch im Denken

Feuilleton | Nachruf: Herbert Lachmayer | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Mit der Kuratorin und Theoretikerin Cathrin Pichler starb eine der prägenden Intellektuellen des Landes

Die Arbeit der Kuratorin und Kulturwissenschaftlerin Cathrin Pichler kreiste um die Themen weibliche Kreativität, Kunst von Frauen, die Seelenkonstruktion Sigmund Freuds und die Kunst Antonin Artauds.

Drei Jahrzehnte lang bearbeitete sie diese Themen in meist wegweisenden Ausstellungen wie "Kunst mit Eigen-Sinn, aktuelle Kunst von Frauen“ (1985), "Der Wunderblock“ (1989), "Crossings - Kunst zum Hören und Sehen“ (1998), "Hommage à Antonin Artaud“ (2002) und "The Moderns. Revolutions in Art and Science“ (2010).

Pichler verkörperte den Typus einer Intellektuellen, die es meisterlich verstand, dem Anspruch des in Forschung und Kunst erst aufkommenden Begriffs Interdisziplinarität Gestalt zu geben - in Person und Werk. Von Anfang an wusste sie die produktive Myzelbildung zwischen Subkultur, Kunst, Wissenschaften und dem vielfältigen Geflecht der Diskurse zielführend in eindrucksvolle


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