Buch der Stunde

Lebenshilfe in Sachen Weltläufigkeit

Feuilleton | Martin Amanshauser | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Dieser Autor redet ununterbrochen. Als Kind tat er es mit Holz und Hundehinterteilen. Egal, wo er ist, es regieren Reden und Reisen. Letzteres führt in den Texten von Tex Rubinowitz zu einem Feuerwerk von Erkenntnissen. Selten bekommt man Lebenshilfe in Sachen Weltläufigkeit so günstig wie mit diesem Paperback.

Endlich spricht jemand die Abgründe Oslos an. Endlich erhebt sich eine Stimme, die (in einer virtuosen mehrseitigen Italiener-Typologie) den Spruch "Kennst du einen, kennst du alle“ auf Italiener umlegt. Endlich preist einer die Lächerlichkeit der belgischen Kirschbiere und wagt auszusprechen, dass die Berliner Weiße (grüne Version) fantastisch schmeckt. Endlich sieht jemand beim Bahnhof Attnang-Puchheim genauer hin. Und endlich verkostet ein Reiseautor die portugiesische Meeresfrucht Percebes (Entenmuscheln, die vermeintlich "Verstehst du?“ heißen). Überhaupt behagen ihm das Jod und das Salz aus dem Meer - und Seafood-Experten sind, trotz dauernder Eiweißschock-Angst,


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