Auf in die Sommerfrische!

Stadtleben | Appell: Barbara Tóth | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Debatte II: Die beste Wochenendbleibe ist jene, die man schon geliebt hat, bevor die Kinder auf die Welt kamen. Und die man mit ihnen neu entdecken kann

Vergangene Woche schrieb Kollegin Sibylle Hamann an dieser Stelle über ihr Wochenendhaustrauma, hervorgerufen durch eigene Kindheitserfahrungen. Der Weg ins Grüne hatte sich bei ihr als Hetzerei raus und Stauerei zurück in die Stadt ins Gedächtnis eingebrannt. Vom Traum selbstgemachter Marmelade blieb die Erinnerung an Essensreste, die in Stanniolpapier verpackt hin- und herkutschiert wurden. Statt mit Dorfkindern Heuschrecken zu fangen, igelte man sich im elterlichen Garten ein. Aus all dem wuchs der feste Vorsatz: "Die Wochenendkiste tu ich meinen Kindern niemals an.“

Ich finde, die Kollegin irrt. Warum, erkläre ich gleich. Aber vorweg eine Klarstellung: Wir debattieren hier auf ziemlich hohem Niveau. Die Frage "Wochenendhaus, ja oder nein?“ ist ein absolutes Luxusproblem. Man muss sich die Bleibe im Grünen schon einmal theoretisch


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