Ein arglos verspielter Familienkleinwagen

Stadtleben | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Der Peugeot 208 ist ein kleiner Kompromiss mit dem Anfang des Endes des Verbrennungsmotor-Zeitalters

Wenn man im Peugeot 208 mit seinen 95 Pferdestärken das Gaspedal voll durchdrückt, passiert gefühlsmäßig, vor allem wenn es leicht bergauf geht, nur sehr wenig. Der Moter summt trotz geplanter Beschleunigung friedlich vor sich hin, macht gar keine Anstalten, einen auf Kraftlackel zu machen. Warum das so ist, scheint unklar, 95 PS sollten eigentlich mehr als genug sein für einen Familienkleinwagen.

Die gefühlte Kraftlosigkeit muss daran liegen, dass der Wagen, in dem man zuletzt gesessen ist, heillos übermotorisiert war. Schnell wird klar: Zwischen 95 und 300 liegen nicht 205 PS, sondern eine ganze Welt.

Mit 300 PS neigt man, unabhängig von seiner fahrerischen Grunddisposition, zu aggressivem Straßenverhalten. Man fährt dann ein bisschen so wie Deutschland Fußball spielt: mit Kraft und ehrgeizigem Vorchecking, mit Schnelligkeit und technischer Disziplin; aber irgendwie auch unlocker,


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