Basics  Grundkurs Kochen (159)

Investiere, Koch, wenn’s haaß is, in den Belag, nicht in die Basis!

Stadtleben | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Bei Hitze sind Küchen ungern besuchte Orte. Man ernährt sich gern ohne viel Wärmeproduktion. Ein Weißbrot wird man aber schon noch toasten, oder bei größerer Menge auch auf einem Backblech im Ofen rösten. Das macht zwar warm, aber die Hitze hält nicht lange vor und das Ergebnis ist ebenso simpel wie erfreulich.

Sie haben es längst erraten, ich spreche von der Bruschetta, diesem klassischen italienischen Häppchen. So simpel es ist, so viel kann man dabei falsch machen. Mit dem Brot war es bisher nicht ganz leicht, denn eine leckere Bruschetta ist klein, knusprig und nicht trocken. Das gelingt nur mit guter Ciabatta, aber die führt heutzutage schon der Bäcker ums Eck. Idealgröße: kleiner als ein iPhone. In zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen, bei 180° im Rohr goldbraun rösten. Frischen Knoblauch gibt’s jetzt auch, wir schälen ein paar Zehen und reiben das warme Brot damit ein (eine halbe frische Zehe pro Brötchen geht gut). Anschließend mit erstklassigem Olivenöl beträufeln und mit gutem grobem Salz bestreuen. Fertig.

Die andere Basisvariante besteht aus Fleischtomatenwürferln (bitte schon enthäuten und entkernen, die Tomaten), die man mit wenig Olivenöl, gehacktem Basilikum und Salz vermischt und auf die gerösteten Brötchen gibt. Man kann natürlich beim Belag improvisieren, Kichererbsenpaste, Bohnenpaste, Olivenpaste, eingelegte Pilze, Rohschinken - Bruschette sind schnell gezaubert, und in ausreichender Menge und Variation ersetzen sie ein ganzes Essen. at


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige