Prost!  Lexikon der Getränke. Diese Woche: Nestea Green Tea Citrus

Plastic City: Getränke-Streetsampling nervt gehörig

Stadtleben | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

Von Zeit zu Zeit muss man auch einmal einen Totalverriss unterbringen, schickt man Kritikern gerne mit auf den Weg. Gestraft ist man ja laut den Gesetzen der Medien durch Nichtbeachtung. Bei diesem Thema kam ich einfach nicht umhin. Da musste man sich einfach Luft machen, weil einem sonst der Kragen platzt.

Die Stadt wird immer wieder übersät von kleinen Getränkeformaten, sowohl in Form von Plastik als auch in der von Aluminium. Mithilfe dieser kleinen Gebinde wird versucht, die Masse an einen Geschmack zu gewöhnen oder an neue heranzuführen, Streetsampling nennt man das im Fachjargon. Fanta, Coke Zero und Nestlé buhlen gerade um die erfrischende Aufmerksamkeit. Das Ärgerliche: Die glücklichen Empfänger stellen ihren Mist einfach dorthin, wo er nicht hingehört, und zwar überall und nicht in den Mistkübel. So viel Müll für mehr Profit ist einfach untragbar. Man könnte sich von Mega-Unternehmen endlich eine ökologische Innovation bei dem so schwierigen Verpackungskandidaten Getränk erwarten. Ich muss zugeben, dass ich hin und wieder mal ein Auge bei kleinen Unternehmern zudrücke, die ein flüssiges Produkt lancieren wollen. Da fehlt in den meisten Fällen die Kohle für ein neues Konzept. Aber bei den Majors könnte sich doch einmal wer mit neuen Ideen beschäftigen, die für Umweltverträglichkeit stehen. Warum übernimmt da niemand Verantwortung? Ach ja, es ging um das neue Getränk Nestea Green Tea Citrus. Nicht süß, ein wenig bitter, ein Near-Water-Eistee, könnte man meinen. Fad. MS


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