"Blödsinn, aber lässig zum Anhören“

Steiermark | Bericht: Maria Motter | aus FALTER 27/12 vom 04.07.2012

In Graz wird ein Wiederbetätigungsprozess fortgesetzt. Was tun Stadt und Land gegen Rechtsextremismus?

Wenn sich diese Woche neun junge Männer und der bekannte Rechtsextreme Franz Radl weiter vor dem Straflandesgericht Graz wegen Wiederbetätigung verantworten müssen, finden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit wie in den vorangegangenen Prozesstagen im Mai (siehe Falter 13/2012 und 20/2012) weitere, noch jüngere Männer im Gerichtssaal ein. Die Angeklagten, von denen acht zuvor bereits wegen schwerer Körperverletzung verurteilt wurden (nicht rechtskräftig), haben Sympathisanten, die noch die Schulbank drücken könnten. In T-Shirts mit Frakturschriftzügen ducken sie sich nebeneinander in die Zuschauerreihen im Gerichtssaal. Dort können sie etwa mitverfolgen, wie sich die Angeklagten wegen umfangreicher Sammlungen an Rechtsrock verantworten müssen.

Ausstiegsprogramme für Menschen, die aus der rechten Szene rauswollen, existieren in Österreich nicht (siehe Falter 22/2012). Die Initiativen


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