Kunst  Vernissage Niederösterreich

Dadaistischer Fauve, abstrakter Realist

Woche | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Francis Picabia (1879-1953) gilt als ungezogenes Kind der Klassischen Moderne. Seine Respektlosigkeit gegenüber ästhetischen Dogmen sicherte ihm den Rang eines Außenseiters. Er sprang zwischen Stilen und Genres hin und her und schreckte auch nicht vor bewusst kitschigen Malweisen zurück. Am Anfang seiner Laufbahn orientierte er sich an der Malerei der Fauves und erfand später mit kubistischen Verfahren die abstrakte Malerei mit. Mit Gründung der Zeitschrift 391 wurde er zu einem Wegbereiter des Dadaismus in Europa. Die Schau "Francis Picabia - Retrospektive“ versucht herauszuarbeiten, inwiefern der französische Künstler ein Vorläufer der postmodernen Ironie ist, auf den sich zahlreiche Künstler der Gegenwart beziehen. MD

Kunsthalle Krems, Sa 18.00; bis 4.11.


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