Kunst  Kritik

Sexist und Modernist: Gustav Klimt

Woche | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Das Wien Museum zeigt seine Klimt-Sammlung. Sie umfasst neben Gemälden, etwa dem Porträt Emilie Flöges und Zeichnungen auch Devotionalien. In "Klimt. Die Sammlung des Wien Museums“ sind die Totenmaske des Künstlers und sein Malerkittel zu sehen, der ihn als Anhänger der Lebensreform ausweist. Die Schau ist biografisch gegliedert, zeigt den jungen Künstler als brillanten Zeichner, der sich - nach dem Skandal um einen öffentlichen Malauftrag - zu einem Wortführer der modernen Bewegung entwickelte. In Videointerviews kommen feministische Kunsthistorikerinnen zu Wort, die Klimts Frauenbild hinterfragen. Auch die Vermarktung des Klimt-Mythos wird thematisiert. Eine kleine Hommage mit kulturhistorischem Anspruch. MD

Wien Museum, bis 16.9.


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