"Playtime“, ein Film für Körper und Geräusch

Woche | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Tati war ein Pedant, und "Tatillon“, nicht von ungefähr, sein Spitzname. Die kolossale Wirkung seiner Gags verdankte sich akribischer Vorbereitung, sie war wie Mathematik berechnet. Das bezeugt kein anderer Film so nachdrücklich wie "Playtime“ aus dem Jahre 1967, seine aufwändigste Kinoarbeit, gefilmt in der eigens erbauten "Tati-Ville“. Die moderne Technik und ihre Tücken sind hier in Form eines kafkaesken Glaspalasts repräsentiert, in den unbeschadet einzutreten allein schon beinahe unmöglich ist. Das zeitgenössische Publikum indes mochte Jacques Tati, dessen populärer Monsieur Hulot nur noch eine Nebenfigur unter vielen ist, nicht mehr folgen: "Playtime“, ein Film für Körper und Geräusch, fast ohne Dialog, ruinierte den Filmemacher. Mo

Kino wie noch nie, Fr 21.30 (OmU)


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