Nachrichten aus dem Inneren

Falter & Meinung | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Die Redaktion erklärt sich selbst

Lassen Sie uns noch ein bisschen übers Wetter reden. Es muss auch gar nicht miteinander sein (es gibt bekanntlich Menschen, die Wetterkonversation für "banal“ halten und "Banales“ nicht bereden wollen). Wir machen das gerne auch alleine. Der sachdienliche Hinweis, dass die vorgezogenen Hundstage vorerst vorbei seien, tut nichts zur Sache. Denn mittlerweile gilt es doch irgendwie als ausgemacht, dass an dem Gerede vom Klimawandel was dran ist. Ingrid Brodnig hat sich mit Michael Staudinger, dem Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, darüber unterhalten, wie die höheren bis extremen Temperaturen das Leben und Sterben in der Stadt beeinflussen (Seite 34).

Wo manche, wie Maik Novotny, das Glück haben, das Einsatzgebiet ihres journalistischen Tuns in sommerfrischlerhaftes Ambiente verlegen und zwischen den Durchgängen des Bachmann-Wettbewerbs an den See radeln zu können (S. 28), da bleibt anderen nur die Textilreduktion als Taktik. Für sein witterungs-, aber nicht anlassadäquates Beinkleid wurde Matthias Dusini von Wolf D. Prix (S. 23) prompt gerüffelt.

Ohne den vestimentären Fauxpas schönreden zu wollen: Könnten nicht ein paar Designer oder Modeklassen da draußen einmal ein paar brauchbare Vorschläge dafür machen, wie Männer bei über 30 Grad sowohl Fassung als auch Würde bewahren können? Das Interesse an einem sommertauglichen Twin-Ensemble "Feuilleton-Flair“ mit reduzierter Saumhöhe in taubenblauem, schiefergrauem oder schlämmkreideweißem Leinen wäre enorm!

Klaus Nüchtern


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