Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Chefredakteurs

In der Wahrheit leben, Frank Stronach verstehen

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Österreichs Politik ist in keiner guten Verfassung. Es gärt im Land. Täglich tauchen neue Splitterparteien auf, dabei hat man die alten schon vergessen (die Christen!). Es gibt die Piraten. Es gibt Wählerinitiativen für mehr Demokratie, für ein neues Wahlrecht. Vielfach schließen sich Expolitiker solchen Gruppierungen an oder gründen sie selber ("Mein Österreich“). Sie halten ihre Parteien für nicht mehr von innen erneuerbar. Andere Expolitiker repräsentieren eine merkwürdig dissidente Masse - teilloyal gegen die Parteien, denen sie zugehörten, in Wirklichkeit aber abgemeldet und ausgegrenzt.

Man spürt einen doppelten Souveränitätsverlust der Politik. Einerseits zeigen sich Politiker dem Finanzkapital gegenüber nicht nur hilflos, sie lassen sich auch gern von Banken und Versicherungsleuten beraten; ebenso gern gehen sie anschließend selbst als Berater in die Finanzwirtschaft. Andererseits geht die notwendige Integration auf europäischer Ebene stets mit einem Verlust


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige