Dieses Gefühl der Unsicherheit

Politik | Essay: Robert Misik | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Lange wurde das Sicherheitsbedürfnis als spießbürgerlich verlacht. Nun zeigt uns die Wirtschaftskrise, wie uns die Zukunftsangst lähmen und in den Abgrund führen kann

Wie wir zur "Sicherheit“ stehen, das hängt davon ab, wie man uns fragt. Würden Sie das "Risiko“ der "Sicherheit“ vorziehen? Eher nicht. Aber dafür die "Freiheit“ der "Sicherheit“? Womöglich schon.

Wir haben die Phrasen im Ohr, mit denen in den vergangenen Jahrzehnten von "Wirtschaftsvertretern“ gegen die "Vollkaskomentalität“ polemisiert wurde, gegen das Bedürfnis der Bürger, in einen Wattebausch aus "Sicherheit“ gehüllt zu werden. Aber das Sicherheitsbedürfnis des Spießbürgers wurde auch von den Punks verlacht - Motto: "No risk, no fun“ -, wahrlich seltsame Alliierte der Neoliberalen.

Nur: Über das Sicherheitsgefühl kann man herrlich spotten, solange es in ausreichendem Maße vorhanden ist.

Aber seit dem Absturz in die Wirtschafts- und Finanzkrise haben wir nicht nur ökonomische Probleme,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige