Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Gegen Müll und laute Partys: Aktion scharf im Gemeindebau

Politik | Hannah Schifko | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Seit drei Jahren gibt es die "Ordnungsberater“ in den Wiener Gemeindebauten. Gerade im Sommer werfen die Servicebediensteten in den blauen Warnwesten ein besonders strenges Auge auf Gemeindebaubewohner. Denn jetzt sind nicht nur freilaufende Hunde und herrenlose Einkaufswagerln ein Problem, sondern ganz besonders die abendlichen Partys in den Innenhöfen. Damit die Nachtruhe gesichert ist, werden die "Ordnungsberater“ im Rahmen einer Schwerpunktaktion in den nächsten drei Wochen verstärkt in den Gemeindebauten patrouillieren und das Gespräch mit Anrainern suchen.

Wer sich nicht bekehren lassen will oder gar wieder zur Tat schreitet, muss Strafe zahlen. Bis zu 2000 Euro kann so eine "Ordnungsberatung“ kosten. "Zu einer Anzeige kommt es aber nur selten“, heißt es aus dem Büro des zuständigen Wohnbaustadtrats Michael Ludwig (SPÖ). Auch eine technische Neuerung gibt es bei den "Beratern“: Um Müllsünder in Zukunft auf frischer Tat ertappen zu können, tragen sie seit einigen Wochen Tablet-Computer mit sich, die einen Livestream zur Videoüberwachung herstellen. Sie dienen nicht zur Angstmache, sondern zur Prävention, versichert das Büro des Wohnbaustadtrats. F


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