Das zerbröselte Gesamtkunstwerk

Feuilleton | Kommentar: Matthias Dusini | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Zum 150. Geburtstag feiern die Wiener Museen den Jugendstilheroen Gustav Klimt. Warum bloß ist die Party so langweilig?

Am 14. Juli jährt sich der Geburtstag von Gustav Klimt zum 150. Mal. Die Liste der Gratulanten ist lang. Das Kunsthistorische Museum, das Museum für angewandte Kunst (Mak), die Albertina und das Volkskundemuseum, das Leopold-Museum, die Secession, das Wien-Museum, das Belvedere und das Theatermuseum ehren den Jugendstilkünstler mit Ausstellungen. Sogar das Künstlerhaus singt ein Ständchen, obwohl Klimt 1897 gemeinsam mit einigen Kollegen aus diesem ausgetreten war, weil ihm die Künstlervereinigung zu konservativ erschien.

Die noch laufenden oder bereits beendeten Ausstellungen (das Belvedere eröffnet am 13.7. seine Klimt-Schau) zeigen die Stärken und Schwächen der Wiener Museen auf. In der Albertina, dem Wien-Museum und dem Mak arbeiten mit Marian Bisanz-Prakken, Ursula Storch und Elisabeth Schmuttermeier die führenden Klimt-Forscherinnen, die im Jubiläumsjahr


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