Fünfzig Witze am Tag und ein Film in jedem Jahr

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Robert B. Weides Dokumentarfilm über Woody Allen lässt alle zu Wort kommen. Und darin liegt auch sein Problem

Strenggenommen gibt es nur zwei Arten von Leuten auf der Welt: solche, die Woody Allen lieben, und solche, die Woody Allen hassen. Robert B. Weide, der renommierte US-Fernsehregisseur, ist ein Fan. Und genauso sieht "Woody Allen: A Documentary“, seine ursprünglich für HBO produzierte Doku über Amerikas rührigsten Filmemacher, aus.

Weide hat Allen zwei Jahre lang begleitet, ihm bei der Arbeit zugesehen, hat dessen Schauspieler interviewt, Weggefährten und Bewunderer. Alle, wirklich alle, kommen zu Wort. Die meisten in der für TV-Dokus charakteristischen Manier: ein Satz, dann Schnitt, der Nächste bitte!

Schnellsprecher sind klar im Vorteil. "Er kehrt jedes Jahr von neuem zu uns zurück, erzählt vom Leben, was er tut, was er denkt, wie er sich verändert, wie er sich nicht verändert“, sagt Martin Scorsese, der Unvermeidliche. "Und man mag zustimmen, man mag anderer Meinung


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