Ohren auf Sammelkritik: unkonventionelle Vokalmusik aus aller Welt

Wo viel geritten und nur wenig gezähmt wird

Feuilleton | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Am 19. Juni wäre der britische Songwriter Nick Drake 64 Jahre alt geworden. Als Drake 26-jährig an einer Überdosis Antidepressiva starb, hatte er gerade einmal drei LPs veröffentlicht. In Anlehnung an sein letztes Album "Pink Moon“ hat Joel Frederiksen die CD "Requiem for a Pink Moon. An Elizabethan Tribute to Nick Drake“ (Harmonia Mundi) eingespielt.

Der Titel ist Programm: Frederiksen, der englische Lautenlieder und italienische Madrigale ebenso selbstverständlich singt wie amerikanische Pop- oder Folksongs, verbindet hier Musik von Nick Drake mit Liedern eines John Dowland oder Thomas Campion, entsprechend bearbeitet und in Beziehung gebracht. Eine gelungene Zeitreise, bei der man sich trotz des gewaltigen Zeitsprungs von 400 Jahren auf beglückende Art und Weise immer wieder fast wie in den 1970ern fühlt.

Nicht minder experimentierfreudig gibt sich das Projekt von Fahmi Alqhai und Arcángel. Der Gambist und der Flamencosänger besinnen sich auf der CD "Las Idas Y Las Vueltas“


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