Almost Las Vegas


Lokalkritik: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 28/12 vom 11.07.2012

Ein riesiges Panasia-Restaurant wurde zu einer riesigen Café-Cocktailbar

Da mag offenbar jemand Kino. Und gab seinem neuen Lokal den Namen eines großartigen Films und platzierte riesige, bunte Pop-Art-Bilder von Hollywoodikonen an den Wänden, Bogart, Brando und so. Wunderbar, denn Cinephilie ist ein sympathischer Zug und kann gerade bei Gastronomen mitunter durchaus zu interessanten Ergebnissen führen.

Im Fall des Almost Famous ist das aber leider nicht festzustellen, denn bis auf den Namen und die Bilder ist eigentlich kein Konzept zu erkennen, außer dass hier mit offenbar ziemlich viel Geld und offenbar ziemlich großem Aufwand das zuvor gleichermaßen riesige wie sinnlose Panasia-Restaurant Aqua zu einem - äh - Lokal gemacht wurde.

Das neue Almost Famous sieht aus, wie direkt aus dem Katalog eines Hotellobbyausstatters entsprungen. Ebenerdig treiben sich hier auf weitem Raum großzügig verteilte Sofas, Fauteuils und Hocker in farbenfroh interpretiertem Kunstsamt-Empire-Stil herum,

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