Bombast statt Historie: Das Belvedere verklärt Gustav Klimt zum einsamen Genie

Woche | Matthias Dusini | aus FALTER 29/12 vom 18.07.2012

Pünktlich zum 150. Geburtstag von Gustav Klimt am 14. Juli eröffnete das Belvedere seine "Jubiläumsausstellung“. Sie umfasst 120 Werke, darunter 30 Klimt-Gemälde und Arbeiten von Künstlerkollegen wie Egon Schiele, Ernst Klimt, Franz Matsch und Oskar Kokoschka, und ist in mehrere Themen gegliedert.

Die Ausstellung beginnt mit Klimts historistischem Frühwerk in der Künstlercompagnie, geht weiter zur Umbruchszeit in den Jahren der Secession und endet mit den Jahren von "Weltkrieg und Tod“, wo Klimt expressionistische Werke etwa von Herbert Boeckl zur Seite gestellt werden.

Neben Klimtikonen wie dem "Kuss“ sind erstmals die Neuzugänge aus der Verlassenschaft des Wiener Kunstsammlers Peter Parzer, "Sonnenblume“ sowie "Familie“, zu sehen, die das Museum unlängst als Schenkung erhielt. Erstmals in einer Ausstellung hängt das bisher nur von einer Schwarz-Weiß-Reproduktion her bekannte Bildnis eines bärtigen Mannes aus einer privaten Sammlung; es ist freilich von zweitrangiger


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