Vor 20 Jahren im Falter  

Wie wir wurden, was wir waren

Falter & Meinung | aus FALTER 29/12 vom 18.07.2012

Aura, zerrissen

Die historische Parallele kam zwei Wochen zu spät; der Vergleich ist aber lehrreich. Das Kühle und das Nasse, die ewigjungen Sommerthemen. Im Jahr 2012 bot der Falter die Adressen von etwa 60 Gasthausgärten; im Jahr 1992 stillte er den Wissensdurst seines Publikums mit Folgendem: einem großen Bieressay jenes Conrad Seidl, dessen Name damals noch nicht reflexhaft das Epitheton "Bierpapst“ evozierte ("richtig gezapftes Pils erhält man am ehesten, wenn man dreimal, etwa in Minutenabständen, in ein gutes, sauberes und kaltes Pilsglas zapft“), einer fundierten Geschichte von Gottfried Derka über das Hochquellwasser ("bis zu einer Sanierungsaktion in den 70er-Jahren versickerten täglich 70.000 Kubikmeter im 3000 Kilometer langen Wiener Netz“), einer Betrachtung von Florian Holzer über Glaskultur ("der Schluck trifft erstens einmal auf die Zungenspitze, wo Fruchtigkeit und Süße wahrgenommen werden, und rollt in Folge in schmalem Band ins Zentrum der Zunge“) und


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