Ein Kaleidoskop für den Weg aus der Krise

Politik | Rezension: Karl A. Duffek | aus FALTER 29/12 vom 18.07.2012

Demokratie und Staat drohen am Druck der Finanzmärkte zugrunde zu gehen. Ein Sammelband sucht linke Lösungen für das Dilemma

Der Globalisierungskritik widmet sich die Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik regelmäßig. Mehrere der wichtigsten Beiträge zum Thema sind in drei Sammelbänden zusammengefasst, deren letzter sich nun der aktuellen Finanz-, Staats- und Demokratiekrise annimmt.

Damit ist bereits einer der unbestreitbaren Vorzüge des Bandes genannt: Die Krise wird nicht als isolierte Erscheinung des ökonomischen Sektors begriffen, sondern als tiefgreifende Infragestellung vieler (vermeintlich selbstverständlicher) Charakteristika der westlichen Nachkriegsgesellschaft.

Nur ein wichtiges Beispiel: Die Demokratie, von deren globaler Verbreitung man vor ein paar Jahren noch träumen durfte, gerät heute beachtlich unter Druck.

Dies zeigt sich in den Zuständen im heutigen Ungarn, aber etwa auch in der demokratisch unzureichend legitimierten Ablösung gewählter


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