Vom Wahn verfolgte Verfolger

Feuilleton | Reportage: Hannah Schifko | aus FALTER 29/12 vom 18.07.2012

Bonjour Paranoia. Die "Snitzel Race“ im Rahmen der Kunsthallen-Ausstellung "Parallelwelt Zirkus“ macht Kopfcineasten glücklich

Die meisten Erwachsenen erinnern Schnitzeljagden wohl an unselige Volksschultage: Am Ende haben eh immer die anderen gewonnen, die Füße taten weh, man hatte unendlichen Durst und Schweißflecken am T-Shirt. Martin Finnland muss diese Erfahrung ausgelassen oder bei der siegreichen Gruppe gewesen sein. Er organisiert heute noch Schnitzeljagden. Gemeinsam mit zwei Freunden bildet er das Trio Nesterval, das Abenteuerspiele mit Suchtpotenzial entwickelt und die Teilnehmer durch Wiens Straßen irren lässt. "Wir machen keine blöden Rätselrallyes. Eine Schnitzeljagd soll Spaß machen. Der Spieltrieb steckt in jedem von uns, man muss ihn nur rauslassen“, sagt Finnland. Vor eineinhalb Jahren haben sie noch ihre Bekannten damit unterhalten, mittlerweile jagt Nesterval ganze Firmenbelegschaften durch die Stadt.

Wer bislang nicht unter Coulrophobie litt (so der wissenschaftliche


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