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Feuilleton | aus FALTER 29/12 vom 18.07.2012

Kurz besprochen: Was fühlen wir? Wie denken wir? Was dürfen wir hoffen?

Freundschaft

Konrad Utz: Freundschaft.

Eine philosophische Theorie.

Schöning, 346 S., € 41,10

Was wurde nicht schon alles über die Liebe philosophiert! Zeit für die stabilere Form von Beziehungen: Freundschaft. Bei Konrad Utz darf die Liebe aber ohnedies auch mitspielen: Ihre minder leidenschaftlichen Formen, Wohlwollen und Anerkennung, entdeckt er als Basisingredienzien der Freundschaft.

Ansonsten setzt Utz vor allem aufs Bewusstsein und die Geschichte der Philosophie. Er baut auf Aristoteles auf, nimmt Anleihen bei Hegel und ignoriert aktuellere Ansätze wie die von Foucault oder Sloterdijk. Serviert wird ein eigenständiger Entwurf der Freundschaft, der über recht lange Wege zu einfachen, sehr lebensbejahenden Betrachtungen gelangt: "Nach der hier entwickelten Theorie gewinnt das Leben seinen Sinn gerade nicht von einem letzten Ziel und Ende her, sondern aus seiner, Mitte‘, nämlich aus der Aktualität, in


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