Wien, wo es isst  

Kritzendorf: Land am Strombade

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 29/12 vom 18.07.2012

Es ist eine Hassliebe. Weil Kritzendorf ja unerträglich ist, die vorstädtische Villen-Biederkeit, dieses Gärtlertum, dieser elitäre Separatismus, diese Wochenend-Identität. Nur: Herrlich ist es halt auch. Weingärten, Auwald, Donau, und dazwischen ein schmaler Streifen Kritzendorf, der einmal eine einzige Heurigengasse war, und in dem es einmal echte Einwohner und echte Nahversorgung gab. Liest man. Seitdem die Trafik-Fleischhauerei Zotlöderer zu hat, gibt’s jedenfalls nur mehr Supermärkte.

Villen- und andere Heurige

Fast nur mehr, denn den Heurigen Vitovec gibt es auch noch, mit sieben Hektar Rebfläche einer der größten im Ort und auch der letzte Vollerwerbs-Landwirt Kritzendorfs. Fein, wirklich großartig ist aber der Heurige im schattigen Garten mit Brunnen und Kiesboden direkt neben dem Schelhammer-Hof, einer prächtigen Gründerzeit-Villa mit Veranda. Vitovec bietet ein breites Spektrum an Weinen, aber auch selbstgemachte Obstsäfte (Apfel-Quitte, Marille).

Sehr besonders

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