Prost!  

Eiskaffee mit Fair-Trade-Bohnen, die eigentlich gar keine sind

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Eiskaffee

Stadtleben | aus FALTER 29/12 vom 18.07.2012

Wer sein Leben nicht im Modus Voll-, sondern Halbautomatik führt und trotzdem nicht auf Aroma verzichtet, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Espressokanne besitzen oder zumindest eine Espressomaschine bedienen, die man noch mit richtigen Bohnen oder Pulver befüllen muss. Ach, es ist herrlich, mit diesem Kaffeemehl in der Früh zu hantieren, womöglich noch frisch gemahlen mit der per Faust zu bedienenden Elektrokaffeereibe. Bei diesen Formaten kann es natürlich leichter passieren, dass man entweder zu viel oder zu wenig brüht. Zu wenig ist immer schlecht. Zu viel Kaffee ist dann nicht schlecht, wenn man aus den Resten Eiskaffee zaubert. Zu diesem Zweck ist es ratsam, immer ein Paket Vanilleeis im Gefrierfach zu haben. Schlagobers gibt’s auch in der Haltbarvariante, könnte man so theoretisch auch immer zur Hand haben. Außer man ist wirklich fit und besorgt sich die Dinge frisch, wenn sie fällig werden.

Aber das Wichtigste ist das schwarze Gold. Zugegeben, Kaffee via Internet bestellen ist gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich schnell daran, vor allem wenn es sich um Kaffee handelt, der nicht nach Plörre schmeckt. In unserem Fall handelt es sich um die Kaffeerösterei Dinzler - ihr Il Gustoso wurde 2011 zum "besten Espresso“ gewählt. Das Sortiment reicht von Klassikern bis zu Spezialitäten, hilfreich ist auch das jeweilige Symbol, für welches System sich welcher Kaffee eignet. Angeblich sei das Fair-Trade-Siegel zu locker, und man bezahle die Bauern fair.

Indiz dafür ist der stattliche Preis. MS


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