Quisisanas Ende

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 29/12 vom 18.07.2012

Ein 1960er-Jahre-Hotel wurde übernommen und bekam einen neuen Anstrich

Hotels mit dem Namen Quisisana gibt’s so ziemlich auf der ganzen Welt. Meist handelt es sich dabei um prächtige Grand Hotels, die ein bisschen die Aura der goldenen Zeiten verströmen. In Wien gab es, erfährt man auf diversen Numismatik-Sites und auf Horst Prillingers großartigem Aardvark-Blog, ebenfalls ein Unternehmen namens Quisisana, und zwar schon um die vorige Jahrhundertwende, ein Automatenbuffet (gegen Einwurf spezieller Jetons konnte man ein Brötchen aus einer Vitrine nehmen) in der Kärntner Straße 57 mit Filialen in der ganzen Stadt.

Eine davon lag in der Mariahilfer Straße, die sich in den 1950er-Jahren - lange nachdem hier Automaten befüllt wurden - prächtig entwickelte, ein topmodernes Großlokal mit offenem Grill, dem Espresso Quiex, einer angeschlossenen Münzwäscherei und dem Luxusrestaurant Lunch im ersten Stock - ein Freiraum 117 der 1950er gewissermaßen.

Ende der 1960er-Jahre verschwand


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