Kommentar Burgenland

480.000 Euro pro Jahr: Da schreit sogar der Landeshauptmann auf

Falter & Meinung | Michel Reimon | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Wie kann ein Land, das nur aus Weingärten und Feldern, Wiesen und Wäldern besteht, das kein einziges urbanes Zentrum und keine Großindustrie hat, eigentlich tiefrot sein?

Nun, das Burgenland ist ländlich, aber nicht bäuerlich geprägt. Es wurde nie entfeudalisiert: Beim Zerfall der Monarchie fiel es an Ungarn, in Österreich wurde der Adel enteignet.

1921 kam das Burgenland zu Österreich. Als die Kommunisten in Ungarn den Adel enteigneten, hatten die Esterhazys und Batthyanys also das zweite Mal Glück. Mehr als zehn Prozent des Burgenlands gehören immer noch den Esterhazy-Stiftungen. Da bleibt nicht viel Platz für Bauern.

Also sind die Burgenländer Arbeiter und wählen SPÖ, mit absoluter Mehrheit oder knapp dran.

Man pendelt oder arbeitet in einem Kleinbetrieb oder beim Land, die öffentliche Hand ist der größte Arbeitgeber. Wer einen Job will, muss wissen, wo er hingehört. Und man muss es von ihm wissen. Das ist so: Man weiß, ob du ein Roter oder ein Schwarzer oder nichts davon


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