Kolumne Außenpolitik

Gelyncht werden oder fliehen? Syriens Diktator hat die Wahl


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Die syrische Revolte hat mit dem erfolgreichen Mordanschlag gegen die obersten Sicherheitsverantwortlichen das Herz des Regimes erreicht. Die mysteriöse Bombe tötete letzte Woche in Damaskus den Schwager des Präsidenten, den Verteidigungsminister und zwei weitere hochrangige Verantwortliche. Nach 16 Monaten aufsteigender Volksbewegung kann die Diktatur die Sicherheit ihrer höchsten Repräsentanten nicht mehr garantieren.

Über die Hintergründe der Explosion rätseln die Experten. Eine ferngezündete Bombe, von außen in die Sicherheitszentrale geschmuggelt, gilt als wahrscheinlichste Variante. Die entscheidende Frage: Bleibt der Anschlag ein Einzelfall oder zerstören Verschwörungen und Verrat jetzt den Zusammenhalt des Regimes?

Individueller Terror entscheidet in den allerwenigsten Fällen das Schicksal von Diktaturen. Die Mullahherrschaft im Iran ist 1981 durch den Anschlag der Volksmudschaheddin auf den Sitz der Regierungspartei, dem die halbe Staatsführung zum Opfer fiel, nicht

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