Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Was wurde aus dem Fall des österreichischen Attentäters aus Traun?

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Am Wochenende riefen Anhänger der AntiFa bis hin zur Aktion kritischer Schüler und den Jungen Piraten, der KPÖ und der SJ zur Gedenk-Kundgebung in Traun auf. Titel der Veranstaltung: "Rassismus tötet“. Anlass: ein Mord. Vor einem Jahr zog Anders Behring Breivik seine Blutspur durch Norwegen, am selben Tag ging auch ein Österreicher auf Menschenjagd: Johann Neumüller schoss einer Frau in den Rücken, deren Gatten ins Herz und rammte ihrem Sohn ein Messer in den Bauch. Sein Motiv war dasselbe wie das von Breivik: Ausländerhass. Neumüllers Opfer waren gebürtige Rumänen.

Wie der Falter berichtete (Falter 31/2011), gab es im Fall Neumüller Ungereimtheiten: Obwohl er seinen Suizid angekündigt hatte, wurde er in eine Einzelzelle verlegt. Ein höchst seltsamer Vorgang. Neumüller wurde schließlich erhängt in seiner Zelle gefunden. Nach dem Falter-Bericht verkündete die Vollzugsdirektion, Neumüllers Tod werde routinemäßig untersucht. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Alles deutet auf Selbstmord hin. Wichtiger wäre aber eine Antwort auf die Frage, ob Neumüller die Tat alleine geplant hat. Das bleibt weiterhin ungeklärt. Weil die Staatsanwaltschaft das Verfahren nach dem Selbstmord eingestellt hat.


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