Zeit am Schirm

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

TV-Kolumne

Am 5. September werden 40 Jahre vergangen sein, seit ein palästinensisches Terrorkommando ein Attentat auf die israelische Olympiamannschaft in München verübte. Die ARD-Doku "München 1970“ von Georg M. Hafner (abrufbar in der ARD-Mediathek) zeigt die Hintergründe des Attentats im Underground des Linksradikalismus. Leitmotiv von Hafners Report ist der Tod des eigenen Onkels, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Das "Unglück“ war ein Attentat, die Mörder galten als Freiheitskämpfer.

Der Film stellt auch einen Zusammenhang zwischen Olympia ’72 und dem Brandanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum 1970 in München her, bei dem mehrere Personen verbrannten. Als Drahtzieher vermutet Hafner den Aktivisten und Künstler Dieter Kunzelmann, der gegen "Naziisrael“ agitierte. Der Film liefert den Beweis für Kunzelmanns Schuld nicht, aber er lässt einen erschaudern. Warum waren Linke Antisemiten?!


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