"Das war keine Performance, sondern ein Verbrechen!“

Feuilleton | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Manfred Schneckenburger (74) leitete in den Jahren 1977 und 1987 die Documenta in Kassel. 1972, im Jahr der Documenta 5, weilte der Kunsthistoriker in München, wo er an der im Rahmen der Olympischen Spiele stattfindenden Ausstellung "Weltkulturen und moderne Kunst“ mitarbeitete. Der Falter bat ihn ans Telefon, um von ihm mehr über den deutschen Jahrhundertsommer zu erfahren.

Falter: Was war die olympische Kunstausstellung im Münchner Haus der Kunst?

Manfred Schneckenburger: Es ging darin um den Einfluss außereuropäischer Kulturen auf die moderne Kunst seit dem 19. Jahrhundert, von Picasso bis Beuys.

Künstler waren auch in die Spiele eingebunden, so gestaltete Otto Piene für die Abschlussfeier einen aufblasbaren Regenbogen. War das auf der Höhe der Zeit?

Schneckenburger: Piene, Heinz Mack und die Gruppe Zero waren bereits 15 Jahre vorher am Werk. Das waren wichtige Künstler, die für die Spiele sichtbare, dekorative Arbeiten gemacht haben.

Wie haben Sie die Arbeit des Designer Otl

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