Man kann auch ohne Tanz bewegt werden

Feuilleton | Tanzsprachführer: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Elf Stunden Jan Fabre und andere Sensationen: eine Woche mit dem Festival Impulstanz

Wer heutzutage eine Tanzaufführung besucht, sollte nicht mit Tanz rechnen. Im zeitgenössischen Tanz ist es längst wie in der zeitgenössischen Kunst.

Ähnlich wie ein Maler nur noch dann zum Pinsel greift, wenn es unbedingt nötig ist, wird auch der Tanz in der Tanzperformance nur noch sehr gezielt eingesetzt. Man weiß immerhin, dass diese Körper tanzen könnten, wenn sie wollten. Und man kann den Tanz spüren - auch wenn er nicht zu sehen ist.

In den meisten Performances, die in der ersten Woche des Festivals Impulstanz auf dem Programm standen, wurde nur wenig getanzt und auch kaum gesprochen. Doch was stattdessen zu sehen war, hatte Qualitäten, wie man sie auf Wiens Bühnen unterm Jahr nur selten erleben kann.

Die Theatersprache der neuen Choreografen und Performer ist klarer, intelligenter und auch berührender als vieles von dem, was unsere Sprechtheaterregisseure und Schauspieler mit ihren vielen


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