Die selbstverständliche Gelassenheit der Objekte

Feuilleton | Nachruf: Dietmar Steiner | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Elementar und präzise, kultisch und entspannt: Walter Pichlers ehrfurchtgebietendes Gesamtkunstwerk

Da war zuerst die Faszination der Arbeiten von Walter Pichler, Hans Hollein und Raimund Abraham aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Zeichnungen, Modelle, Manifeste. Die Proklamation einer archaischen, kultischen, einer elementaren Architektur. Also doch, es gibt Architektur jenseits der Funktionalität. Das war die Generation des "Austrian Phenomenon“, vor Hausrucker Co, Coop Himmelblau, Missing Link und Salz der Erde. Dann Walter Pichlers TV-Helm auf einem Plattencover von André Heller, der Galaxy-Chair aus Aluminium für Swoboda. Visionär, heute Klassiker, Kult.

Wirklich mein Leben verändert und bis heute geprägt hat aber dann Walter Pichlers Ausstellung im 20er Haus 1971. Die Objekte, die Zeichnungen, die Auseinandersetzung mit Körper und Raum. Sie inspirierten damals auch die Praxis der professionellen Architekturzeichnung an der Akademie. Aus den Sixties kommend, war man vorher


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