"Auf dem Land würde ich binnen einer Woche zur Terroristin“

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Die in Wien lebende Kärntnerin Lilian Faschinger besticht in ihrem neuen Roman "Die Unzertrennlichen“ mit bösem Humor. Auch privat ist er ihre beste Waffe

Ein Begräbnis in einem kleinen steirischen Dorf. Das ewige Sorgenkind der Gemeinde - Typ: Althippie - wird beigesetzt. Die Trauergemeinde wird angeführt vom polnischen Pfarrer, dem Nazi-Vater und der erzkatholischen Mutter des Verstorbenen sowie von seiner früh nach Wien geflohenen Tochter, die die Geschichte erzählt. "Hochwürden Wojcik warf ein bisschen Erde auf den Sarg. Als er meiner Großmutter, der Hexe, den Spaten weitergab, schlug der Blitz in das Werkzeug ein.“

Umwege sind nicht Lilian Faschingers Art. Sie kommt in ihrem Roman "Die Unzertrennlichen“ schnell zur Sache, treibt den Plot voran, charakterisiert die Figuren kurz und treffend und lässt bei all dem noch genug Raum, um in dem sich nach und nach entfaltenden Kriminalfall so manche überraschende Wendung zu präsentieren.

Faschinger erweist sich als versierte,


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