Startbahn Wien Zentral

Stadtleben | Stilkritik: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Wieso verschwindet das schöne Kopfsteinpflaster aus der Stadt? Asphalt ist halt billiger

Am Hohen Markt zum Beispiel. Wochenlang war hier Baustelle, seit ein paar Tagen ist der beliebte Platz zwischen Ankeruhr und Wipplingerstraße wieder befahrbar - und er sieht aus wie eine Start- und Landebahn. Wo nämlich vorher die Hufen der Fiakerpferde gemütlich klackerten, Fahrradfahrer sich bis auf die Knochen durchschütteln ließen und Straßenreinigungsfahrzeuge Rossdung aus Ritzen kitzelten, da läuft jetzt alles glatt. Asphaltglatt. Genau: Das Kopfsteinpflaster wurde durch normalen Straßenbelag ersetzt. Die Fahrbahnmarkierung strahlt noch reinweiß auf Dunkelgrau.

Wieso macht man so was? Das sieht doch nicht besonders schön aus. Und passt auch gar nicht gut zum dortigen "Vermählungsbrunnen“, der 1732 errichtet, vom Denkmalamt liebevoll betreut und kürzlich erst aufwendig renoviert wurde. Reißen die einfach das Pflaster weg - ja, wieso sagt denn da das Denkmalamt nichts? Das ist doch


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