Prost!  Lexikon der Getränke. Diese Woche: Guaraná Antarctica

Neues aus der bunten Welt der Getränkehallen

Stadtleben | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Während man geduldig auf das Paket mit dem Slow-Juicer wartet, der einem das Grüne vom Himmel verspricht - sprich: das Entsaften von chlorophyllhaltigem Blattgemüse, Obst und sonstigem Nahrhaftem -, ist es an der Zeit, sich an einem Gemüsesaft zu vergreifen. Um sich die Wartezeit zu verkürzen sozusagen. Das hätte man - im Nachhinein ist man immer gescheiter - auch gleich sein lassen können. Als Einstieg wurde ein Potpourri der Bio-Eigenmarke von Spar probiert. Die angeblich schonend erhitzte Mischung aus Tomate, Sellerie, Roter Rübe, Paprika, Karotte und Sauerkraut kann selbst Gesundheitsapostel nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Ein Äpfelchen dazwischen hätte sicherlich genügt. Sei’s drum. In der Frischevariante, erzeugt mithilfe des hochgepriesenen Langsamentsafters, wird das erbaulicher schmecken. Himmel, hilf!

Als Kontrastprogramm zum Gemüsesaft musste gleich nach Guaraná Antarctica im Aludosenformat gegriffen werden. Das in Brasilien hochbeliebte Getränke macht wach, ist aber vor allem süß. Man müsste sich wahrscheinlich einer Guaraná-Antarctica-Kur aussetzen, um dem Geschmack gerecht zu werden.

Zu den beiden noch unerwähnten Bittergetränken von Vöslauer, Grapefruit-Ingwer und Zitrone-Wermut-Bitterkräuter, lässt sich Folgendes sagen: GI ist auch ein It-Getränk, gut gekühlt eine richtige Erfrischungsbombe, wohingegen ZWB so schmeckt, als hätte man das Christkind als Fooddesigner engagiert. Wahrscheinlich, um die Wartezeit zu verkürzen. MS


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