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"Kotsch“, die Stunde der steirischen Antihelden

Lexikon | aus FALTER 30/12 vom 25.07.2012

Fohnsdorf, steirische Provinz, anno 1999: Vier Freunde - nicht ganz so berühmt wie die Musketiere, nicht ganz so peinlich wie die Beatles - machen Bekanntschaft mit ersten post-pubertären Krisenerscheinungen (Ehe, New Economy, Ennui), die beim anstehenden Klassentreffen schließlich eskalieren. "Kotsch“, eine Wortschöpfung, die nach "K.o.“ und "autsch“ klingt, steht für so gut wie alles. Für ungeahnte Talente, fürs Sichverlieben und für jene zunehmend sinnlosen Rituale, mit denen die Freunde ihre Zeit totschlagen: Trinken, Blödsinnreden, Spielchenspielen. Und weil Schadenfreude die schönste Freude ist, hat man umso mehr Spaß an Autor Gregor Stadlobers reichlich trostlosen Antihelden, je beschissener sich die grad fühlen. Regie: Herbert Köpping, es spielen Christoph Theußl, Michael Ostrowksi, Andreas Kiendl, Michael Fuith und Ursula Strauß. MO

Kino am Dach, Fr 21.30


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