Vom Flakturm zum Fleckvieh

Lexikon | Nathalie Grossschädl | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Wiens Sommer-Hotspots, Teil 1: Im Augarten steppt der Bär, erholsam bleibt er trotzdem

Es ist früher Morgen, kurz nach sechs. Ein paar Jogger sind schon auf den Beinen und ziehen ihre ersten Runden durch die Kastanien- und Ahornalleen, während sich Eichhörnchen in allen möglichen Brauntönen von Ast zu Ast schwingen und Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern durch das Gebüsch und über die Grünflächen streifen. Vögel zwitschern, und die bunten Blumen wiegen ihre Köpfe im leichten Sommerwind.

Der Wiener Augarten als urbaner Freizeitpark gehört dem Volk. Das war nicht immer so. An der Grenze der Leopoldstadt zur Brigittenau entstand vor 400 Jahren die heute älteste noch erhaltene barocke Gartenanlage Wiens. Kaiser Matthias ließ in der damaligen noch unberührten Aulandschaft ein Jagdschloss mit Lustgarten drumherum errichten. Der Garten diente ihm zur Erholung und der Repräsentation. Erst der volksnahe Kaiser Joseph II. öffnete die Augartentore 1775 der Allgemeinheit. Seit dem Jahre


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