Warum Gleichheit jetzt voll im Trend liegt

Politik | Rezension: Robert Misik | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Der Ökonom James K. Galbraith forscht seit 15 Jahren über die Folgen von Ungleichheit. Nun liegt ein fulminantes Ergebnis vor

Vor zehn Jahren galt, wer sich für mehr Gleichheit einsetzte (oder umgekehrt die wachsende Ungleichheit beklagte), noch als hoffnungslos unmodern. Selbst die Sozialdemokraten der Blair- und Schröder-Jahre waren bereit, die angebliche soziale Funktionalität von Ungleichheit anzuerkennen.

Heute ist das Pendel zurückgeschwungen. Nicht nur keynesianische Ökonomen wie Joseph Stiglitz, Paul Krugman, Nouriel Roubini und andere identifizieren die Ungleichheit als entscheidende Quellen unserer ökonomischen Misere, sondern auch die Reports des Währungsfonds und der OECD blasen regelmäßig in dieses Horn und fragen: Was die Politik gegen wachsende Einkommensungleichheiten machen könnte?

Dass Ungleichheit nicht der Preis für Prosperität ist, sondern uns im Gegenteil sehr viele Probleme einbrockt, das wird langsam der neue Common Sense. Gut so!

Aber wie genau hängt


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